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Physiotherapeut
Dirk Heinrichs
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News

Neues KfH-Poster - Trainingsprogramm für zu Hause

Wer sich regelmäßig bewegt, beugt Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Übergewicht vor und kann eine Nierenerkrankung positiv beeinflussen. Gerade ältere Patientinnen und Patienten profitieren davon. Das neue KfH-Poster zeigt 20 speziellen Übungen für ein gezieltes Training zu Hause.

Durch das Alter verliert der Körper nach und nach an Leistungsfähigkeit und ist weniger belastbar. Kommt eine chronische Erkrankung wie Niereninsuffizienz hinzu, bauen die Muskeln wegen der langen Ruhezeit besonders schnell ab. Gerade ältere Menschen können durch regelmäßige, gezielte Bewegungen diesem Prozess wirkungsvoll entgegentreten. „In allen Stadien einer Nierenerkrankung hat regelmäßige Bewegung positive Effekte, kann längere Lebensdauer, niedrigere Krankheitsrate, weniger Krankenhausaufenthalte und bessere Lebensqualität bedeuten“, sagt Professor Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH. Das bestätigt auch die DiaTT Studie (Dialyse Trainings-Therapie, www.diatt.de) der Technischen Universität München, zu deren Kooperationspartnern das KfH und die Deutsche Gesellschaft Rehabilitationssport für chronisch Nierenkranke e.V. gehören. Das Studienteam unterstützte das KfH bei der Auswahl der 20 Übungen.

Das neue KfH-Poster „Mein Trainingsprogramm“ im DIN A1-Format ist eine Zusammenführung der Bewegungsserie aus den vier Ausgaben des KfH-Patientenmagazins „aspekte“ im Jahr 2022. Die 20 Übungen zur Förderung von Flexibilität, Kraft und Koordination werden mithilfe von Grafiken erklärt und können jederzeit zu Hause praktiziert werden. Dabei wird die Muskulatur nur leicht beansprucht; eine Gefahr der Überlastung besteht nicht.

Das Poster kann kostenfrei bestellt werden: Redaktion KfH-aspekte, Martin-Behaim-Str. 20, 63263 Neu-Isenburg oder über info@kfh-dialyse.de.

Der Sitz muss sitzen

Für den Fahrgenuss - und die Rückengesundheit - ist kein Bauteil im Auto wichtiger als der Sitz. Nichts wird von den Insassen intensiver genutzt. Deshalb vergibt der unabhängige Verein Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. bereits ein AGR-Gütesiegel für Autositze, die dem Anspruch nach Ergonomie besonders gerecht werden. Jetzt eröffnen E-Autos und autonomes Fahren den Sitz-Entwicklern noch mehr Möglichkeiten für rückengesundes Sitzen im Auto.

Wer zu lange im Auto sitzt, schadet vor allem seinem Rücken: Mehrstündige Fahrten führen oft zu Schmerzen in Rücken, Nacken, Schultern und Kopf. Verspannungen im Lenden- und Beckenbereich, Konzentrationsschwierigkeiten und sogar ernsthafte Beschwerden wie Bandscheibenvorfälle können auftreten. Sitzen im Auto ist grundsätzlich nicht förderlich für die Gesundheit. Experten für Rückengesundheit nennen es die schlimmste Form des Sitzens überhaupt: "Der Fahrer wird in eine sehr starre Sitzposition gezwungen. Das ist dem Sicherheitsaspekt geschuldet und dem heutigen Design der Autos", erklärt Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V.

Elektromobilität und autonomes Fahren fördern Rückengesundheit im Auto

Deshalb sieht der Experte für Rückengesundheit in der Entwicklung völlig neuer Cockpit-Konzepte im Rahmen der Elektromobilität und des autonomen Fahrens eine große Chance für mehr Bewegungsfreiheit im Auto. "Wenn wir nicht mehr hoch konzentriert den Verkehr im Blick haben müssen und irgendwann alle nur noch Passagiere in einem Auto sind, dann ermöglicht das auch Designern völlig neue Optionen hinsichtlich flexiblerer Sitzkonzepte", so Detjen. Und selbst wenn die Autos aktuell noch nicht vollständig autonom fahren, wird das Autofahren bald noch rückenfreundlicher werden: "Es könnten schon bald Sensoren steuern, dass der Fahrer zum Beispiel während der Fahrt eine Massage erhält, die den Puls reduziert. Aber auch andere Vitalwerte lassen sich nutzen, um die Sitzposition automatisch entspannter und agil zu gestalten", erklärt der AGR-Experte für Rückengesundheit und Ergonomie.

Und die Fokussierung der Autoindustrie auf Elektromobilität schafft bereits heute weitere Optionen für noch mehr Rückengesundheit beim Fahrersitz: "Die E-Mobilität eröffnet neue Möglichkeiten, führt aber auch zu neuen Herausforderungen. Um die Reichweite effizient zu nutzen, sollte die zur Verfügung stehenden Energie optimal eingesetzt werden. Das Wohlbefinden der Insassen im Auto steht dabei im Fokus. So gilt es bei der Innenraumtemperierung den Kontaktbereich für den Kunden angenehm zu gestalten, d.h. insbesondere den Sitz und das Lenkrad mit einem möglichst geringen Energieeinsatz optimal zu erwärmen!", sagt Stefan Koob, der unter anderem die Sitzentwicklung bei Opel leitet.

Zahlreiche Autobauer bieten Autositze mit AGR-Gütesiegel

"Fahrzeug-Insassen kommen mit keinem Bauteil im Auto so intensiv in Kontakt wie mit dem Sitz. Unser Ziel als Autohersteller ist es deshalb, dass unsere Kunden selbst bei langen Autoreisen nicht über den Sitz nachdenken müssen, weil dieser Komfort bietet und die Kunden auch langfristig vor Rückenschmerzen bewahrt", so Koob, der vom Standort Rüsselsheim die Entwicklung der Sitzstrukturen konzernweit verantwortet. Der Opel-Mutterkonzern entwickelt seine modularen Sitzstrukturen zentral für alle Marken. Die Aufbauten wie Schaumpolsterung und Bezug werden dann markenspezifisch zusammengestellt: "Bei Opel nehmen wir uns die Demokratisierung des Sitzkomforts seit jeher zu Herzen. Das bedeutet, jeder hat das Recht auf gutes Sitzen im Auto - zu bezahlbaren Preisen!", erklärt Koob. Entsprechend war Opel auch der erste Hersteller, der 2002 den weltweit ersten Autositz mit AGR-Gütesiegel einbaute - im Modell Signum. "Heute findet sich in zahlreichen Opel-Modellen ein Sitz mit AGR-Gütesiegel, unter anderem auch im neuen Kompaktklasse-Bestseller Opel Astra, der auch die sogenannte Katzenpfoten-Massage bietet. Auch in einigen weiteren Modellen unseres Konzerns setzen wir auf rückengesunde Sitze", erklärt Koob.

Zahlreiche weitere Autobauer sorgen sich intensiv um die Rückengesundheit von Fahrern - und unterziehen ihre Autositze den strengen Prüfkriterien des AGR-Gütesiegels: Auch Volkswagen geht mit speziellen Sitzen in einer Vielzahl von Modellen auf die individuellen Bedürfnisse der Fahrer und Beifahrer ein. Und auch Nutzfahrzeuge, wie Amarok oder Crafter, rüstet VW mit rückenfreundlichen Sitzen aus. Mercedes-Benz liefert als erster Hersteller weltweit bereits seit Herbst 2015 alle Neufahrzeuge auf Wunsch mit AGR-zertifizierten Fahrer- und teilweise auch Beifahrersitzen aus. In der S-Klasse und dem Maybach besteht diese Möglichkeit auch für Rücksitze.

Optimale Sitzstellung reduziert Rückenbeschwerden - auch bei der Polizei

Berufsgruppen wie Taxifahrer, Paketzusteller oder Berufskraftfahrer sitzen den Großteil des Tages im Auto, für sie ist deshalb besonders wichtig: "Nicht der Körper muss sich dem Sitz anpassen, sondern andersherum", erklärt AGR-Geschäftsführer Detjen und beschreibt die Mindestanforderungen für rückengerechte Autositze: "Rückenlehnen müssen eine wirbelsäulengerechte Ausformung aufweisen. Die Höhe der Lehne sollte mit der Schulter abschließen und die einstellbare Kopfstütze mit der Oberseite des Kopfes." Eine verstellbare 4-Wege-Lordosen-Stütze sei ebenso wichtig wie die Möglichkeit, Sitzhöhe und -neigung sowie die Länge der Sitzfläche den persönlichen Bedürfnissen anpassen zu können. "Zwischen Kniekehle und Sitz sollten zwei bis drei fingerbreit Platz bleiben. Nur dann stimmen Sitzdruckverteilung, Komfort und Rundumsicht", rät Detjen.

Und selbst für Fahrzeuge im Spezialeinsatz ist das Thema Rückengesundheit relevant. Für die besonderen Anforderungen von Polizeibeamten an ihre Autositze hatte Opel seinerzeit eine rückenfreundliche Lösung mit AGR-Prüfsiegel: "Wir haben die Sitze im Zafira so gestaltet, dass die Polizisten trotz aller Ausrüstung, die sie tragen müssen, ihre Einsatzfahrten ohne Rückenschmerzen absolvieren können", erzählt Koob.

Autos einfach nachrüsten - mit ergonomischen Sitzen

Auch für Autofahrer, deren Fahrzeuge noch keine ergonomischen Autositze bieten, hat Detjen eine ideale Lösung: "Man muss sich nicht gleich einen neuen Wagen anschaffen. Ergonomische Nachrüstsitze lassen sich in fast alle Modelle einbauen. Das steigert Fahrkomfort und Sicherheit zusätzlich." Auch wenn der Mensch bald nicht mehr Fahrer, sondern Passagier ist, wird er weiterhin viel Zeit im Auto verbringen. "Deshalb braucht es heute wie morgen Sitzsysteme, die sich den individuellen Anforderungen des Menschen anpassen", fordert Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. "Der Sitz muss sitzen."



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