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Physiotherapeut
Dirk Heinrichs
Kleikstr. 36
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News

Wenn das Sprechen schwerfällt

Die Folgen eines Schlaganfalls können vielfältig sein. Sind Patientinnen und Patienten im Nachhinein von Sprachstörungen betroffen, dann kann es sich um Aphasie handeln – eine neuropsychologische Folge des Schlaganfalls. Betroffenen kann hier mit einer gezielten logopädischen Versorgung geholfen werden. Unter anderem darauf konzentriert sich das jetzt gestartete Projekt mit hybrider und interaktiver Sprach- und Sprechtherapie namens »HiSSS«. Unter der Leitung der SpeechCare GmbH erarbeiten das Fraunhofer IDMT mit der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst sowie der Bitnamic GmbH neue Lösungsansätze.

Das Fraunhofer IDMT leistet im Projekt »HiSSS« einen wichtigen Beitrag zur logopädischen Therapie nach einem Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall leiden laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie etwa 35% der Patientinnen und Patienten in der Akutphase und 20% in der chronischen Phase an den neurogen verursachten Sprach- und Sprechstörungen. Diese sogenannten Aphasien und Dysarthrophonien können isoliert oder auch in Kombination auftreten. Mit Hilfe hybrider und interaktiver teletherapeutischer Ansätze wird in »HiSSS« ein softwarebasiertes Lernsystem entwickelt, das in der Präsenztherapie und in der Videotherapie genutzt werden kann. Außerdem können die Nutzerinnen und Nutzer es zum Eigentraining ohne Betreuung verwenden. »Das System ist mobil und flexibel und funktioniert auch ohne permanenten Kontakt zu einer Therapeutin oder einem Therapeuten. Dadurch können Patientinnen und Patienten selbstständig und durch integrierte Elemente der Gamification auf spielerische Art und Weise mehr trainieren, ohne Abbruch der Therapieinhalte oder Einschränkungen in der Qualität«, erklärt Klaus Kugelmann, Geschäftsführer der SpeechCare GmbH.

»Wir freuen uns, dass wir durch unseren hybriden Ansatz die Vorteile von Sprachtechnologien weiter in die therapeutische Anwendung bringen können«, berichtet Laura Tuschen, Leiterin der Gruppe Assistive Sprech- und Sprachanalyse am Institutsteil für Hör-, Sprach und Audiotechnologie HSA des Fraunhofer IDMT. »Dadurch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Teilhabe und Kommunikation für Betroffene.« Seit Anfang des Jahres wurde in den Heilmittel-Richtlinien (https://www.g-ba.de/beschluesse/5079/) der Weg für den Einsatz von videogestützter Therapie erleichtert, wovon sich das Konsortium einen weiteren Schub für die geplanten Technologien verspricht.

Unterstützung beim Wiedererwerb von verbaler Kommunikation mittels Verfahren des maschinellen Lernens

Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Gruppe »Automatische Spracherkennung« des Fraunhofer IDMT unterstützt die Forschungsgruppe von Frau Tuschen das Projekt bei der Erfassung von Sprach- und Sprechdaten. Dabei werden Verfahren des maschinellen Lernens, der automatischen Spracherkennung und -bewertung sowie der optischen Mimik- und Gesichtsanalyse eingesetzt, um ein direktes und individuelles Feedback beim Training in der App zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Forschungsfelder am Fraunhofer IDMT sowie innerhalb des Konsortiums spiegeln die Interdisziplinarität des Vorhabens wider. »HiSSS« wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Trägerschaft des VDI/VDE und läuft noch bis zum Jahr 2025.

Die Gruppe »Assistive Sprech- und Sprachanalyse« um Laura Tuschen wurde im vergangenen Jahr gegründet und fokussiert sich auf die Entwicklung und Verwertung von digitalen Sprachverarbeitungstechnologien. Dazu forschen die Expertinnen und Experten an der automatischen Sprach-, Sprech- und Stimmbewertung mittels maschinellen Lernens und Computerlinguistik. Im Bereich der Gesundheitsforschung arbeitet das Fraunhofer IDMT eng mit der Universität Oldenburg zusammen. Bereits seit ein einigen Jahren forscht der Institutsteil HSA im Bereich »Connected Health«. Dabei steht bei allen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Gesundheitsbereich der flexible Einsatz von Gesundheitssystemen ohne klinische Infrastruktur im Vordergrund.

Weiterführende Informationen auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Neurologie Rehabilitation aphasischer Störungen nach Schlaganfall Archive - Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V.: https://dgn.org/leitlinien_tags/rehabilitation-aphasischer-stoerungen-nach-schlaganfall/

Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA am Fraunhofer IDMT in Oldenburg

Der im Jahre 2008 unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier und Dr. Jens-E. Appell gegründete Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT steht für marktnahe Forschung und Entwicklung mit Schwerpunkten auf

- Sprach- und Ereigniserkennung
- Klangqualität und Sprachverständlichkeit sowie
- Mobile Neurotechnologie und Systeme für eine vernetzte Gesundheitsversorgung.

Mit eigener Kompetenz in der Entwicklung von Hard- und Softwaresystemen für Audiosystemtechnologie und Signalverbesserung setzen über 100 Mitarbeitende am Standort Oldenburg wissenschaftliche Erkenntnisse in kundengerechte, praxisnahe Lösungen um.

Über wissenschaftliche Kooperationen ist der Institutsteil eng mit der Carl von Ossietzky Universität, der Jade Hochschule und der Hochschule Emden/Leer verbunden. Das Fraunhofer IDMT ist Partner im Exzellenzcluster »Hearing4all«.

Weitere Informationen auf www.idmt.fraunhofer.de/hsa

So gärtnern Sie, ohne den Rücken zu überfordern

Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm die von vielen Hausbesitzern heißgeliebte Gartensaison. Narzissen, Stiefmütterchen und Tulpenzwiebeln fordern jetzt schon die ersten „Bücklinge“ – aber aufgepasst: Wer zu viel Unbedachtes im Garten leistet, dem drohen Rückenschmerz und Verspannung. Wenn es richtig schiefläuft, kann auch mal ein ausgewachsener Hexenschuss das Dankeschön frisch eingebrachter Gartenpflanzen sein.

Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. gibt Tipps, wie die Gartenarbeit Hand in Hand mit einer guten Rückengesundheit einhergeht. Denn eins steht fest: Ein gesunder Rücken wird von der richtigen Bewegung im Garten an der frischen Luft nicht geschwächt, sondern gestärkt.

Gartenarbeit – perfektes Workout in der Natur

Bei der Gartenarbeit werden nahezu alle Muskelgruppen des Stütz- und Bewegungsapparates beansprucht. „Der Rücken verrichtet dabei manchmal echte Schwerstarbeit“, sagt Detlef Detjen, Experte auf dem Gebiet der Umgebungsprävention. „Das Umgraben eines Gemüsebeets fordert Muskulatur, Wirbelsäule, Sehnen und Bandscheiben wirklich heraus.“ Hier müssen belastungsbedingte Verletzungen gar nicht erst entstehen, wenn einige Tipps befolgt werden:

  • Achten Sie auf Ihre Bewegungsabläufe, um gelenk- und rückenfreundlich zu gärtnern. Heben Sie zum Beispiel stets aus den Knien und vollziehen Sie keine ruckartigen Bewegungen. Nutzen Sie außerdem Hilfsmittel wie kleine Unterlagen, falls Sie im Beet beim Pflanzen länger knien müssen.
  • Gartengeräte mit ergonomischen Griffen und Stielen, die am besten auch noch individuell verstellbar sind, sollen die Arbeit erleichtern und den Rücken schonen.
  • Da Gartenarbeit meist auf dem Boden stattfindet, sollten Sie auf keinen Fall dauerhaft gebückt arbeiten, sondern möglichst aufrecht. Gehen Sie am besten in die Hocke oder knien Sie. Stellen Sie ein Bein auf und stützen den Unterarm auf den Oberschenkel. So halten Sie sich gerade und entlasten den Rücken.
  • Schwere Lasten sollten Sie verteilen, indem Sie zum Beispiel besser zwei kleine Gießkannen tragen, statt einer großen.
  • Ganz wichtig: Wechseln Sie häufig die Position und gestalten Sie Ihre Gartenarbeit abwechslungsreich. Monotone Bewegungen, die Sie über einen längeren Zeitraum ausführen, sind extrem anstrengend - auch für den Rücken. Durch verteilte Belastungen werden verschiedene Muskelgruppen abwechselnd beansprucht, statt einer dauerhaften Belastung ausgesetzt zu sein.

Der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung fördert die Durchblutung der Muskulatur und beugt Verspannungen und Rückenschmerzen vor.

Hecke schneiden – aber richtig!

Hecken sind für viele Gärten nicht nur Zaun, sondern auch Sichtschutz oder sogar optische Highlights der Gartengestaltung. Umso mehr sollten sie gepflegt aussehen und mehrmals im Jahr gestutzt werden. Besonders problematisch sind dabei die Über-Kopf-Arbeiten, weil die schweren Heckenscheren in dieser Position Rücken und Nacken besonders stark belasten. Die Folge können schmerzhafte Verspannungen sein. Wie Sie diesen vorbeugen können, erfahren Sie auf www.agr-ev.de/heckenschere.

Rasen rückenfreundlich pflegen

Wenn Sie einen gut gepflegten Rasen mögen, kennen Sie das: Das Grün muss regelmäßig gemäht werden, damit es schön satt aussieht und gesund bleibt. Doch gerade Rasenmähen zählt – besonders bei größeren Rasenflächen – zu den besonders anstrengenden und in der Familie unbeliebten Arbeiten. Eine gekrümmte Körperhaltung und schwere, schlecht gängige Rasenmäher beanspruchen Wirbelsäule und Gelenke unnötig. Wer nicht auf einen Rasenmäh-Roboter umsteigen möchte, hat weitere Optionen.  Mit folgenden Tipps wird Ihnen eine rückenschonende Handhabung ermöglicht: Achten Sie auf höhenverstellbare Holme, ergonomische Handgriffe, geringes Gewicht, optimale Gewichtsverteilung auf den Achsen sowie leichte Bedienbarkeit aller Elemente.

Weitere Tipps finden Sie außerdem unter: www.agr-ev.de/rasenmaeher

Für den akkuraten Schnitt der Rasenkanten und für schwer zugängliche Bereiche sind Rasentrimmer sehr beliebt. Zusätzlich haben manche Geräte Stützräder und einen drehbaren Rotorkopf. Das erleichtert die Arbeit mit dem Rasentrimmer nochmal.

Generell gilt: Achten Sie beim Kauf von Gartengeräten auf folgende Eigenschaften und Kriterien, dann wird’s rückengerecht:

  • Leichtgewicht bevorzugt: Das Gerät sollte nicht zu schwer in der Hand liegen.
  • Variabel: Lässt sich das Gerät oder Gartenwerkzeug auf unterschiedliche Handhaltungen oder Höhen einstellen? So werden einseitige Belastungen vermieden.
  • Die Griffe sollten aus rutschfestem Material und die Bedienelemente in jeder Position gut zu erreichen sein. So ist das Arbeiten möglichst sicher.

Auszeit vom Grünen

Hallo Garten - Hallo Auszeit! Wissen Sie eigentlich noch, warum Sie im Garten arbeiten? Genau! Um ihn von Zeit zu Zeit einfach vom Stuhl aus zu bewundern! Machen Sie also insbesondere am Anfang der Saison – wenn Ihre Muskeln noch nicht an die schwere Last gewöhnt sind – regelmäßige Pausen. 10 Minuten im Liegestuhl die Sonne bei einem kühlen Glas Limonade zu genießen, wirkt Wunder. Es muss nicht alles am ersten Tag fertig werden, es kommen noch genug schöne Tage für die Gartenarbeit.

Mehr erfahren Sie unter: https://www.agr-ev.de/de/rueckenschmerzen/rueckenuebungen

19.05.2022 DGA | Quelle: Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.



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